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VW Finanztochter steigt ins Versicherungsgeschäft ein

 
 
Volkswagens Finanztochter will mit neuen Dienstleistungen rund ums Auto wachsen und steigt dazu auch ins Versicherungsgeschäft ein. Ab dem kommenden Jahr wollen die Braunschweiger Anschlussgarantien für Neuwagen selbst und nicht mehr über den Partner Allianz anbieten, sagte Lars-Henner Santelmann, Vorstandsmitglied von Volkswagen Financial Services, am Montagabend in Hannover. Die Anschlussgarantie übernimmt nach dem Auslaufen der zweijährigen gesetzlichen Herstellergarantie die Reparaturkosten, auf Wunsch ein Autoleben lang. "Hier sehen wir enormes Potential", sagte Santelmann.

42% der Neuwagenkäufer wählten heute gleich eine Anschlussgarantie für ihr Auto dazu, um nicht planbare Reparaturen abzudecken, sagte Santelmann. In den vergangenen sechs Jahren habe sich die Zahl der Policen auf rund 900.000 mehr als vervierfacht. Die jährliche Prämie betrage je nach Größe und Alter des Fahrzeugs im Schnitt knapp 100 EUR. Insgesamt beliefen sich die Prämienzahlungen aktuell auf 90 Mio EUR im Jahr. Das Geschäft wollen die Braunschweiger nun an sich ziehen. Die Vollkasko- und Haftpflichtversicherungen sollen aber weiter über den Partner Allianz laufen.

Da mit Finanzierung, Leasing und dem Gebrauchtwagengeschäft in Deutschland keine großen Wachstumssprünge mehr zu erreichen sind, setzt der Konzern auf neue Dienstleistungsangebote: "Ab dem kommenden Jahr bieten wir Langzeitvermietungen an", sagte Santelmann. Dabei könnten die Kunden standardisierte Autos oder Transporter mehrere Monate mieten und danach zurückgeben oder verlängern. Dies sei besonders für Fuhrparks mit großen Auftragsschwankungen interessant, erläuterte der Manager.

Die Braunschweiger testen derzeit zudem, wie sie großen Fuhrpark-Kunden die komplette Regulierung von Kasko-Schäden abnehmen können. Auch dieses Angebot soll 2011 starten.
(24.08.2010)

 
 

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