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Deutsche Firmen haben Probleme bei Besetzung offener Stellen

 
 
Der Fachkräftemangel ist nach einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) mittlerweile für die meisten Unternehmen "zum ernsten Problem" geworden. Die Umfrage unter rund 1.600 Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet zeige, dass bereits 70% der Firmen in Deutschland generell oder zumindest teilweise Probleme hätten, passende Fachkräfte für ihre offenen Stellen zu finden, sagte DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann am Dienstag in Berlin. Nur 30% der Betriebe könnten offene Stellen problemlos besetzen.

"Nach der Krise ist vor dem Fachkräftemangel," konstatierte Driftmann bei einer Pressekonferenz mit Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen und Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (beide CDU) zum jüngsten "DIHK-Unternehmensbarometer". Die Entwicklung werde sich angesichts der derzeit gut laufenden Konjunktur schon bald verschärfen und sei damit eine "zentrale Herausforderung für Wirtschaft und Politik".

Engpässe gebe es nicht nur bei Akademikern, gesucht würden gerade auch Arbeitskräfte, die einen Fachwirt, einen Meister oder einen anderen Weiterbildungsabschluss vorweisen könnten. Eine hohe Nachfrage bestehe zudem nach dual ausgebildeten Bewerbern - etwa nach IT-Fachleuten, aber auch im Handel und in der Gastronomie. Eine Trendwende sei nicht in Sicht, 49% der Befragten erwarteten ganz im Gegenteil für die kommenden fünf Jahre in ihrem Unternehmen einen Mangel an hochqualifizierten Fachkräften. Driftmann mahnte, "die Weichen rasch in Richtung Arbeitskräftesicherung zu stellen".

Der demografische Wandel stelle die Unternehmen "vor Herausforderungen, die noch nicht ganz fassbar sind", warnte von der Leyen. Wenn sich nichts ändere, drohe eine "Wachstumsdelle". Allerdings sei die Entwicklung noch "gestaltbar". Allein durch Zuwanderung könne das Problem jedenfalls nicht gelöst werden, hob sie hervor. Um die Arbeitskräftebasis zu sichern, sei vielmehr ein "Mix an Maßnahmen" vonnöten, der sich auf die Bereiche Bildung, Qualifizierung, Aktivierung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Integration und Zuwanderung konzentrieren solle. weiterlesen >>
(24.08.2010)

 
 

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