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"Übervater" schlichtet Streit bei ThyssenKrupp

 
 
Im Streit um die künftige Struktur von ThyssenKrupp haben die Konfliktparteien einem Bericht der Rheinischen Post (Mittwochausgabe) zufolge Berthold Beitz um Schlichtung gebeten.

Der 95-jährige "Übervater" des Dax-Konzerns, der nach dem Krieg den Krupp-Konzern neu aufgebaut hat und bis heute indirekt den größten Block der ThyssenKrupp-Stimmrechte kontrolliert, konnte die zuletzt heftig zerstrittene Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite des Mischkonzerns in der Nacht zu Dienstag versöhnen.

Im Anschluss an die Sitzung des Aufsichtsrates soll aus Konzernkreisen offenbar eine so genannte "Essener Erklärung" verkündet werden, die den Kompromiss zwischen Arbeitnehmerseite und Arbeitgeberseite enthält. Den Informationen zufolge hat Konzernchef Ekkehard Schulz sein Ziel, die Zwischen-Aufsichtsräte und -Vorstände unterhalb des Konzernvorstandes abzuschaffen, zwar weitgehend erreicht.

Allerdings konnte die Arbeitnehmerseite große Teile ihrer bisherigen Mitbestimmungsrechte über Ersatzgremien wahren, die an die Stelle der meisten bisherigen Mitbestimmungsgremien treten sollen.
(13.05.2009)
 
 

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