WettbewerbFinanzierungStandortpolitikProzessoptimierung
 

BDI warnt vor Überregulierung der Finanzmärkte

 
 
Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) befürchtet, dass der Regulierungsschub an den europäischen Finanzmärkten der deutschen Wirtschaft schadet. "Die Belange der Industrie werden in vielen Bereichen der Finanzmarktregulierung nicht ausreichend berücksichtigt", sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf dem "Handelsblatt" (HB - Mittwochausgabe). "Die Industrie hat die Finanzkrise nicht verursacht, deshalb wäre es geradezu fahrlässig, nun die Industrie mit neuen Finanzmarktgesetzen zu belasten", sagte Schnappauf.

Konkrete Kritik übte der BDI an der geplanten Verschärfung der Eigenkapitalvorschriften für Banken. Entsprechende Pläne wolle die EU-Kommission voraussichtlich zum Jahreswechsel vorlegen. Demnach sollen die Banken für Darlehen an Unternehmen künftig deutlich mehr Eigenkapital hinterlegen. Davon betroffen seien alle mit gewerblichen Immobilien abgesicherten Kredite, hiße es. Dabei handele es sich um ein Viertel des gesamten Kreditvolumens an die deutsche Wirtschaft.

Der BDI warnte auch vor einer Überregulierung des Handels mit Derivaten. Viele Unternehmen benötigten diese individuell maßgeschneiderten Finanzprodukte, um sich gegen Kursschwankungen an den Devisen- oder Rohstoffmärkten abzusichern. Die geplante Standardisierung der bislang unregulierten Derivate könne die Unternehmen teuer zu stehen kommen, befürchtet der BDI. "Wenn Derivate standardisiert und an die Börse gebracht werden, dann müssen Unternehmen dort Sicherheiten hinterlegen und das bindet Liquidität", sagte Schnappauf. Die EU-Kommission legt ihren Richtlinienentwurf zum Derivatehandel Anfang September vor.
(25.08.2010)

 
 

<< Bankenabgabe: Jetzt ist Gewinnrevision angesagt Hapag-Lloyd strebt in die Unabhängigkeit >>
 

 
Kommentare (0)  [Kommentar schreiben!] 

 
 

Kommentar zum Thema "BDI warnt vor Überregulierung der Finanzmärkte"

 
 
 
 
 
 
Sicherheitscode

Nur Kleinbuchstaben und Zahlen

 
 
 
Citroën     Commerzbank     EADS     Faurecia     Gemeinschaftsentwicklung     Jan Utermarck     Kapitallücke     Motorsport     Ostwestfalen-Lippe     PLDS     Portugal     Produkte rund ums Auto     Regionaltochter     Spanien     Sportdirektor     Utermarck     VW-Vertrieb     Wacker