"Kein Unternehmen lebt ewig": Krisen sollten zur Erneuerung genutzt werden | ||
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COMPETITOR: Wie sehen Sie die staatliche Rettung von solchen Konzernen? AULINGER: Bürger und Politiker müssen sich klar machen, dass kein Unternehmen ewig lebt – insofern hat es der Staat derzeit im Bezug auf sozialverträgliche Arbeitsmarktgestaltung schon schwer. Trotzdem stehe ich als Berater von kleinen und mittleren Unternehmen den staatlichen Subventionen sehr kritisch gegenüber, denn Krisen sollten als Zeiten der Bereinigung und der Erneuerung genutzt werden. Deshalb sollte sich der Staat nicht von jahrelang subventionierten und geförderten Konzernen ausgerechnet jetzt zur Kasse bitten lassen. Auch eine geänderte Gesetzeslage zur Beschönigung der Bilanzen ist langfristig keine Lösung und verdeckt nur Schwierigkeiten, die uns zukünftig einholen werden. Die unausgegorenen Rettungsversuche dies- und jenseits des Atlantiks stehen in Gefahr, schnell zu Fässern ohne Boden werden – und dies kann sich kein Staat, nicht einmal die USA, auf Dauer leisten. Die Rechnungen bekommen in diesem Fall spätere Generationen präsentiert. (14.05.2009) |
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