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Karstadt noch vor einem harten Weg

 
 
Für Investor Nicolas Berggruen ist mit der endgültigen Übernahme des Warenhauskonzerns Karstadt lediglich der "halbe Weg" absolviert. "Unter dem Gesichtspunkt der reinen Akquisition, war das wahrscheinlich die größte Herausforderung der ich jemals gegenüberstand", sagte der Investor in einem Interview mit Dow Jones Newswires am Samstag. "Die eigentliche harte Arbeit beginnt aber erst jetzt".

Das Amtsgericht Essen bestätigte am Freitag den Insolvenzplan und machte damit den Weg für die Übernahme der Karstadt Warenhaus GmbH durch Berggruen frei. Der Investor hatte bereits Anfang Juni einen Kaufvertrag unterzeichnet, als zusätzliche Bedingung aber weitere Zugeständnisse vom Vermieterkonsortium Highstreet gefordert. Nach zähen Verhandlungen hatten die Highstreet-Gläubiger am Donnerstag den Forderungen von Berggruen nach reduzierten Mieten für die Karstadt-Filialen zugestimmt.

Karstadt war im vergangenen Jahr aufgrund hoher Mieten und stark fallender Umsätze in Schwierigkeiten geraten, die schließlich zur Insolvenz der Konzern-Mutter Arcandor führten. Seitdem wurde ein Käufer für Karstadt gesucht.

Laut Berggruen soll als erster Schritt das in die Jahre gekommene Sortiment von Karstadt "wiederbelebt" werden. Dies sei in den vergangenen Jahren einer der Gründe für die verstärkte Abwanderung von vor allem jungen Kunden gewesen. Das Sortiment solle insgesamt "dynamischer" werden. Dies bedeute allerdings nicht nur modischer, sondern auch stärker an der jeweiligen Saison orientiert, fügte der Investor hinzu. weiterlesen >>
(05.09.2010)

 
 

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