E.ON wächst und warnt | ||
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Der Manager bezog sich hauptsächlich auf die weiterhin ungeklärte Zukunft der Kernenergie. Eigentlich wollte die vergangenen Herbst ins Amt gekommene Bundesregierung aus Union und FDP die Frage der Laufzeiten längst geklärt haben. Doch die politische Diskussion ist noch nicht beendet. Mit den Plänen, künftig den Verbrauch nuklearer Brennelemente zu besteuern, ist die Stimmung zwischen Unternehmen und Politik zusätzlich belastet worden. Der Bund will mit der Steuer ab 2011 jährlich 2,3 Mrd EUR einnehmen. E.ON schätzt die Belastungen für die Branche dagegen auf über 3 Mrd EUR und den eigenen Anteil dabei auf 1,3 Mrd bis 1,5 Mrd EUR, die das operative Ergebnis schmälern würden. Teyssen zufolge gefährdet dies die Wirtschaftlichkeit der Atomkraftwerke und könnte dazu führen, dass die Mittel für den Umbau der Energieversorgung fehlten. "Ich habe der Politik unmissverständlich gesagt, dass wir diesen Weg für falsch halten, ökonomisch und ökologisch", schrieb Teyssen. In einer ebenfalls am Mittwoch veröffentlichten Analystenpräsentation heißt es, dass E.ON im Kontakt mit der Regierung stehe, um eine alternative Lösung zu finden. Es werde erwartet, dass die Bundesregierung Anfang September über die Steuer und die Laufzeitverlängerungen entscheidet. Teyssen selbst will dann am 28. September seine Strategie und die Ziele für den Konzern präsentieren. (11.08.2010)
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