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RWE hat Verkaufsprozess für Gasnetz gestartet

 
 
Der Energiekonzern RWE hat den Verkaufsprozess für sein Ferngasnetz gestartet. Man habe potenzielle Interessenten angeschrieben, bis zum 25. August das Kaufinteresse am Gasnetz schriftlich zu bestätigen, sagte eine Sprecherin der Essener RWE AG am Mittwoch auf Anfrage von Dow Jones.

Mit den bereits Ende Juli verschickten Anschreiben zur Interessensbekundung der potenziellen Bieter wolle RWE zunächst das Interesse des Marktes testen. Nachdem das Unternehmen die Rückläufe erhalten habe, werde den entsprechenden Interessenten Einblick in den eingerichteten Datenraum gegeben, sagte die Sprecherin weiter. Erst daraufhin sei mit konkreten Verkaufsverhandlungen zu rechnen. Bis Ende des Jahres solle der Verkauf des Netzes dann abgeschlossen sein, fügte sie hinzu.

Die RWE AG wollte ihr Gasnetz schon länger zum Verkauf stellen. Allerdings verzögerte sich die Regulierung durch die Bundesnetzagentur, so dass potenzielle Käufer keine verlässliche Kalkulationsgrundlage für künftige Erträge hatten. Interesse hatte mehrfach das kommunale Gasunternehmen Bayerngas bekundet. In Branchenkreisen hieß es, das Unternehmen will bei einer Akquisition mit einem Konsortium von fünf westdeutschen Kommunalversorgern zusammenarbeiten. Der Wert des Netzes wurde auf 600 Mio EUR taxiert.

Im Juni 2008 hatte RWE der Europäischen Kommission angeboten, das Fernleitungsnetz mit einer Gesamtlänge von rund 4,000 km zu verkaufen, sofern damit ein langwieriges Wettbewerbsverfahren zu vermeiden wäre. Im März hatte die EU-Behörde das Angebot akzeptiert und das Verfahren wegen möglicher Wettbewerbsverstöße im deutschen Gasmarkt beendet.
(11.08.2010)

 
 

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