Finanzpolster fehlt: Aufschwung könnte Autozulieferer in Knie zwingen | ||
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"So bald die Konjunktur nach einer Krise wieder anzieht, steigt auch die Zahl der Insolvenzen", hat Manfred Hunkemöller beobachtet. Nach der Durststrecke könnten etliche Unternehmen den Aufschwung schlicht nicht finanzieren, erläutert der Leiter des Fachbereichs Sanierungs- und Insolvenzmanagement an der ISM International School of Management in Dortmund das Phänomen. Mehr noch als im Krisenjahr 2009 dürften viele der notorisch finanzschwachen Automobilzulieferer den jetzigen Boom nicht überleben, sagt Hunkemöller voraus. Es ist nicht das erste Mal, dass Experten eine Pleitewelle unter Zulieferern erwarten. Zahlen der Unternehmensberatung Roland Berger sprechen durchaus dafür: Lag die Rendite in der Branche schon vor der Krise bei mageren 5,7% im Schnitt, rutschte sie im vergangenen Jahr in die roten Zahlen, so der Experte für Zulieferer, Marcus Berret. Viele nähmen Aufträge um jeden Preis an und schadeten damit am Ende der gesamten Branche. Schuld ist das Überangebot von fast einem Drittel, urteilen Insider. Von einem "ultimativen Überlebenskampf, der ohne konsequenten und schnellen Abbau der Produktionsüberkapazitäten nicht zu gewinnen ist", spricht deshalb Manfred Puhlmann, einst Vorstandschef von Edscha. Der Zulieferer ging Anfang 2009 selbst in die Pleite. Am schlimmsten, so Puhlmann, stehe es um die Hersteller von Antriebsteilen und -systemen sowie Karosseriebauer und Innenausstatter. weiterlesen >> (08.09.2010)
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